Was taugt die Lederpflege mit Bodylotion wirklich?

Das widerstandsfähige Material Leder findet sich mittlerweile bei den verschiedensten täglichen Gebrauchsgegenständen: ob Schuhe, Möbel, Autositze oder Handyhüllen, das edle Material hat längst einen festen Platz in unserem Leben erreicht. Dabei ist eine regelmäßige Lederpflege bei allen Gebrauchsgegenständen unerlässlich, damit das gute Stück eine möglichst lange Lebensdauer erreicht. Ratgeber mit nützlichen Tipps zur Lederpflege finden sich im Internet dabei zur Genüge. Heute wollen wir einen gemeingängigen Tipp unter die Lupe nehmen: Was bringt die Pflege mit herkömmlicher Körperlotion? Auf den StilGut Blog erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Lederpflege Geheimtipp: Bodylotion?

Das Material Leder wird vom Menschen seit Jahrtausenden gern verwendet. Und selbst heute schwören wir auf die einzigartigen Eigenschaften des festen Materials. Dabei weist Leder besondere Eigenschaften auf, die sonst nur unsere eigene Haut vorweisen kann, denn Leder ist:

  • flexibel
  • besonders reißfest
  • wasserdicht
  • und dennoch atmungsaktiv

Daher liegt die Vermutung besonders nahe, dass man sein Lieblingslederstück genauso mit Bodylotion pflegen kann, wie wir es auch mit unserer Haut tun: nämlich mit Bodylotion. Dieser Haushaltstipp hält sich seit langer Zeit besonders hartnäckig. Doch leider ist der Einsatz tatsächlich nur bedingt (wenn überhaupt) sinnvoll.

Warum die Pflege mit Bodylotion nur bedingt sinnvoll sein kann

Bevor Sie sich für eine bestimmte Pflegevariante entscheiden, sollten Sie sich zu allererst das Lederstück genau ansehen. Denn es kommt grundsätzlich darauf an, um was für einen Gegenstand es sich handelt und wie die Beschaffung des Leders aussieht und auch um welche Lederart es sich hierbei handelt. Denn verschiedene Ledersorten und -Gegenstände haben auch einen unterschiedlichen Pflegeanspruch. Beispielsweise müssen Leder-Autositze grundsätzlich anders gepflegt werden als Lederschuhwerk.

Zur damaligen Zeit, als der Haushaltstipp mit Körperlotion tatsächlich der Geheimtipp schlechthin war, wurde das Leder auf eine andere Weise gegerbt, als dies heute der Fall ist. In der ursprünglichen Herstellungsvariante wurde Leder mittels verschiedener Pflanzenstoffe gegerbt. Diese Gerbung hatte maßgebliche Folgen für die späteren Eigenschaften des Leders, denn nach einer pflanzlichen Gerbung ist das Leder in der Regel robuster und eine herkömmliche Körperpflegecreme hat zum Zweck der Pflege durchaus ausgereicht. In der heutigen Zeit wird Leder zumeist mittels chemischer Verfahren gegerbt. Dies gibt dem Leder eine andere Beschaffenheit, sodass auch die Pflege des Lederstücks eingeschränkt wird. Hierbei empfiehlt es sich, auf speziell entwickelte Lederpflegemittel zurückzugreifen. Achten Sie jedoch auf die Wahl des richtigen Pflegemittels. Im Idealfall ist das Mittel sowohl auf den jeweiligen Gebrauchsgegenstand ausgerichtet sowie auf die Art des Leders. Sollten Sie sich unsicher sein, befragen Sie geschultes Fachpersonal in Baumärkten oder Möbelgeschäften.

Fazit Lederpflege mit Körperlotion

Pflegen Sie Ihr Lieblingsstück im Zweifelsfall immer mit speziell zugeschnittener Lederpflege. Sollten Sie ein sehr robustes Lederstück besitzen, das nicht am Körper getragen wird und nicht mit anderen Textilien in Berührung kommt, kann es unter Umständen ausreichen, zur Pflege eine Bodylotion zu verwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Cremes oft Parabene, Silikone und anderweitige Inhaltsstoffe beinhalten, die das Leder im schlimmsten Fall porös machen. Testen Sie daher die Creme vorab an einer kleinen und unauffälligen Stelle.